Jüngstes
März
Am späten Abend des 17. März fohlte unsere dreifach prämierte Goldschmidt-Tochter Lamara TN ein gesundes Stutfohlen. Vater des zur Zeit mausgrauen Fohlens ist der schwarzbraune Prämienhengst Barino von Kronberg. Die Färbung deutet schon auf die erwartete Rappfarbe hin. Die kleine Stute zeigt sich wie ihre Mutter hochedel im Erscheinungsbild. Der erste Eindruck: ein bildschönes Gesicht, eine vorbildliche Oberlinie mit einem ausgeprägten Widerrist und einer langen geneigten Kruppe, ein gut aufgesetzter Hals aus einer schrägen Schulter. Die Ahnentafel kennzeichnet eine Zusammenführung elitärsten Dressurblutes der Trakehnerzucht. Auf der Vaterseite finden wir zweimal Imperio und dreifach dessen Vater Connery, ebenso seinen Sohn Schwarzgold sowie den Bundeschampion Latimer. Von der Mutterseite kommen Biotop, Hohenstein, Marduc und Karo As hinzu. Letzterer, der im Pedigree viermal erscheint, bringt viermal die Verbindung des überragenden Vollblüters Vollkorn und der Bundessiegerstute Karawane II von Flaneur mit ein.
Wenn man die Aufzählung bewährter Vererber noch weiterverfolgen will, so ist zu ergänzen, dass Imperio noch den Vollblüter Balfour miteinbringt – wie Vollkorn xx ein Sohn des berühmten Neckar xx, der somit sechsmal in der Ahnentafel der kleinen La Barina TN erscheint. Das Fohlen ist aus dem ersten Jahrgang des aus einer polnischen Mutterlinie stammenden Barino, der gleichen Linie wie der des ehemaligen Siegerhengstes Bartoldy. Die Rappstute Lamara TN schenkte uns in der Vergangenheit unter anderem schon zwei 3‑Sterne-Fohlen (höchste Fohlenbewertung des ZSAA) Le Noir von Herzensbrecher und Le Beau von Le Chevalier TN. Wir sind schon sehr gespannt auf die ersten Schritte in die Frühlingssonne der La Barina – und ob sie in der Fohlenschau ähnlich hoch wie ihre Halbbrüder bewertet werden wird.
Februar
Wie schon so oft eröffnete unsere mittlerweile 21-jährige Marduc-Tochter Marjellchen TN die diesjährige Abfohlsaison. Ihr äußerst typvolles Stutfohlen von Le Chevalier TN ist das dritte Fohlen dieser Anpaarung und wieder einmal mehr erweist es sich als eine absolute Passerpaarung. Vielleicht auch begründet durch die Konsolidierung auf unseren ehemaligen Hauptvererber Elitehengst Marduc und die dreifache Führung des Jahrhunderthengstes Ramzes x im Pedigree. Starkes Fundament, schöner Halsaufsatz, typvolles Gesicht mit großen Augen, gute Geschlossenheit im Körper und äußerste Vitalität zeichnen die kleine Fuchsstute (kann Schimmel werden) aus. In der Nacht des 27. Februar geboren, war sie schon nach kürzester Zeit auf den Beinen und wenig später an der Milchquelle. Ihr Name hat, wie auch der ihrer Mutter, einen historischen Bezug: Majolika TN soll sie heißen. – Um 1900 wurde die Majolika-Keramik in Deutschland beliebt. Diese Keramiktechnik, die ursprünglich aus der italienischen Renaissance stammt, zeichnet sich durch leuchtende Farben und glänzende Glasur aus. 1904 entstand im westpreußischen Kadinen am Frischen Haff die „Königliche Majolika- und Terrakotta-Werkstatt“. Mit den dort gebrannten Majolikakacheln wurden repräsentative Gebäude künstlerisch ausgestaltet und als Baukeramik viele Berliner U‑Bahnhöfe oder auch der alte Hamburger Elbtunnel ausgekleidet. – Wir sind natürlich gespannt auf die Bewegungen der kleinen Majolika und ob sie durch die Zuchtleitung ähnlich hoch bewertet werden wird wie bereits ihre beiden Vollbrüder Mon Ami und Marquis.
