
März

Mai

In den frühen Morgenstunden lag endlich das Hengstfohlen der Rappstute Dornfeuer im Stroh. Nicht lange, denn ganze 10 Minuten später stand Dornkönig wackelig auf den Beinen und war wenig später am Euter. Unsere Zuchtphilosophie, Blut zu Blut, wird auch durch diesen kleinen Fuchshengst bestätigt. Vater Le Chevalier, die Mutter eine Tochter des russischen Halbbluthengstes Acartenango von Pognremok xx (Linie Raufbold xx) und weiter im fallenden Stamm Modus xx und Blaubart xx. Dornfeuer, aus der Zucht Dirk Bucherts, stammt aus gleicher Familie wie der amtierende Bundeschampion der Geländepferde First Sight und ist Vollschwester des in Russland gekörten Hengstes Danzig aus gleicher Zucht. Die starke Blutprägung, bei ausgesprochenem Trakehner Typ und energischer Vitalität, lassen schon nach ein paar Stunden einiges erhoffen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir Rena zu ihrem gelungen Le Chevalier-Fohlen, Mutter von Vivus-Ravel-Sacromento Song xx gratulieren (siehe unten, Kopf-Bild von Jenny Petersen). Auch hier das Konzept der Blutkonzentration im Pedigree, die zum Erfolg wurde.
Ihre Vollschwester Staatsprämien- und Verbandsprämienstute La Bostella TN musste in einer nächtlichen Aktion einige Tage später unter Vollnarkose ein völlig verdreht gelegenes Fohlen herausoperiert werden. Ein großer Verlust, den wir noch lange spüren werden.
Lavinia war eine unserer besten Vierbeinerinnen. In schöner Regelmäßigkeit brachte Sie uns ausnahmslos Fohlen in Championatsqualität von den unterschiedlichsten Hengsten. Mehrere ihrer dort auf der Paradieskoppel in Graditz ausgestellten Töchter, einst in Graditz Reservesiegerin der Stutfohlen, war La Bardolina TN von Dramatiker im Besitz von Sarah.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich unserer Tierärztin Anna Immich danken. Mit Kompetenz, Umsicht und Ruhe half sie uns und La Bostella in diesen schweren nächtlichen Stunden, in denen ich auch diese Stute schon verloren sah. Heute geht es La Bostella den Umständen nach wieder gut und wir können hoffen, dass sie weiterhin zuchttauglich ist.
Geboren am 21. Mai ist die zwei Tage alte Layla die jüngste Tochter unseres Le Chevalier und der La Bardolina TN von Dramatiker–Karo As–Marduc. Auf ihrem ersten Ausflug nach draußen zeigte sie Bewegungsqualität in höchster Vollendung. Eine bergaufgetragene Galoppade und ein extrem kniebetonter Trab, dazu eine Abstammung, die für ausgesprochene Doppelveranlagung steht, lassen uns den kürzlichen Verlust ihrer Großmutter Lavinia TN etwas erträglicher machen. Das Erscheinungsbild der kleinen Stute ist, wie auch bei den bis jetzt geborenen Le Chevalier-Fohlen, blutgeprägt im positiven Sinne, hochbeinig, halsbetont, mit enormen Schulterpartien und Kruppenformationen ausgestattet.
Zum Ende des Wonnemonats fohlte die Karo AS-Tochter Laola einen schicken kleinen Hengst von Le Chevalier. Larimar wird wohl ihr letztes Fohlen sein, bevor sie ihre wohlverdiente Rente genießen darf. Es ist bei uns in diesem Jahr das dritte Fohlen unseres Le Chevalier und es lassen sich doch einige Gemeinsamkeiten erkennen. Schöne Gesichter mit großen Augen, Langbeinigkeit und ein bergaufgetragener Bewegungsablauf. Züchterisch bemerkenswert ist die gewollte Inzucht auf eine der besten Marduc-Töchter. Lagune, Staatsprämien und Verbandsprämien-Stute, war Siegerstute der Ehrenklasse der Bundesstutenschau in Neustadt/Dosse und ist die Tochter der Elitestute Lajana von Mahon.

Juni
Das letzte Fohlen in diesem Jahr, Lapislazuli, ein braver Hengst hat eine ganz besondere Abstammung. Der Vater ist der Angloaraber L‘ Elu de Dun, erfolgreiches Springpferd aus Frankreich, die Mutter Lara TN von Elkadi-Marduc-Mahon. Lara ist die väterliche Halbschwester unseres Traumprinz in Frankreich. Das Fohlen ist noch etwas schlaksig auf langen Beinen unterwegs. Vor allem der kniebetonte Trab und die gewaltige Übersetzung im Galopp lassen eine hohe Sportlichkeit erahnen.

Vor kurzem hatten wir die Freude zu erleben, wie unsere Stute Lamara TN von Goldschmidt und der Lavinia von Karo As-Marduc die Stutenleistungsprüfung in Hannover gewinnen konnte. Die Note 7,82 berechtigt sie jetzt zur Verbandsprämie und da die Mela in Mecklenburg coronabedingt in diesem Jahr nicht stattfindet, bekommt sie die Staatsprämie sozusagen per Post zuerkannt. Wir sind dem Gestüt Majenfelderhof, denen ein großer Anteil dieses Erfolges zusteht, sehr dankbar. Trainerin Stephanie Herken-Wendt und Reiterin Tanja Kuhn haben die Stute auf den Punkt in einem Top-Zustand, sowohl Pflege als auch Beritt, vorgestellt. Bemerkenswert ist uns, dass die Stute altersgerecht nach den klassischen Methoden der Reitausbildung vorbereitet und auch vorgestellt wurde, was den Richter Hans Britze zu der Bemerkung veranlasste: „Es ist zu beobachten, dass die Stute in sich Ruhe.“. Sie war wirklich auch in der fremden Umgebung nicht aus der Ruhe zu bringen. Lamara ist wieder zu Hause und darf jetzt Mutterfreuden entgegensehen. Wenn alles gut geht, erwartet die schöne Rappstute im Februar ein Fohlen des Majenfelder Halbblüters Herzensbrecher, den meine Frau und Besitzerin Christine für sie ausgesucht hat.
September – Fohlenschau
Bei wunderschönem Spätsommerwetter wurden bei uns im Gestüt Terra Nova drei Fohlen unseres Hengstes Le Chevalier und deren Mütter durch den Vorsitzenden des ZSAA (Zuchtverband für Sportpferde arabischer Abstammung) für das Stutbuch Deutsches Edelblutpferd Trakehner Abstammung registriert. In gewohnt souveräner, nachvollziehbarer und pferdegerechter Art begründete Herr Al Samarraie vor coronabedingt begrenztem, fachlich aber versiertem Publikum, auch das Vorstandsmitglied Stephanie Herken-Wendt war aus Holstein angereist, die Bewertungen, sowohl der Stuten als auch der Fohlen. Wir hatten die Freude, dass alle Fohlen sich in Prämienqualität präsentierten und auch so bewertet wurden.

Le Chevalier drückt den Fohlen seinen Stempel auf, in Bezug auf Typ, Gebäude und Bewegung und das aus durchaus unterschiedlichsten Müttern, die ihrerseits auch schon blutgeprägt durch ihre Väter Acartenango, Karo As und Dramatiker sind. Herr Al Samarraie und die 2. Vorsitzende Frau Hagen ließen sich anschließend viel Zeit, sodass Gelegenheit für ausgiebiges Fachsimpeln blieb und das bei gewohnt üppigen Gaumenfreuden, inklusive eines (oder auch mehreren) Gläschen Mischkines (Bärenfang). Nicht unerheblich für ein Gestüt waren natürlich die anschließenden erfolgversprechenden Verkaufsgespräche über die beiden auffällig gezeichneten Hengstfohlen. Ein Argument der Interessenten war, neben der Qualität, interessanter Weise die nichtalltäglichen Abstammungen der beiden Edelblutfüchse Trakehner Abstammung (Fotos Jenny Petersen).