März

Blut ist der Saft …
Für Freun­de des Voll­bluts kei­ne Neu­ig­keit. Le Cora­zon Die­ser Tra­keh­ner Jähr­ling von Her­zens­bre­cher aus der La Vita TN führt in sei­ner Ahnen­ta­fel erle­sens­tes Edel­blut, wie zum Bei­spiel Ruf­fi­an Reef xx, Caval­lie­ri xx, Pas­teur xx, zwei­mal Neckar xx, zwei­mal Traum­geist xx, Ibar xx und nicht zuletzt über den Anglo­ara­ber Ram­zes x den Voll­blü­ter Rit­ter­sporn xx. Wir vom Gestüt Ter­ra Nova möch­ten mit die­sem klei­nen Bei­trag einen Gruß nach Majen­fel­de sen­den, wo lei­der ges­tern Ruf­fi­an Reef xx ein­ge­gan­gen ist. Tröst­lich ist es viel­leicht, dass die­ser wert­voll gezo­ge­ne Hengst mit sei­nem Sohn Her­zens­bre­cher einen wür­di­gen Nach­fol­ger in Majen­fel­de hat. Lei­der ist der Ire selbst nur sehr begrenzt ein­ge­setzt wor­den und im Rück­blick wird man ihn wohl als eine wei­te­re ver­pass­te Chan­ce anse­hen müs­sen, zumal sei­ne Enkel über Her­zens­bre­cher eini­ges erwar­ten las­sen. Unse­re Gedan­ken gehen in die­sen Stun­den oft nach Majen­fel­de, sei­nen Men­schen und natür­lich auch zu der fin­ni­schen Besit­ze­rin des Hengs­tes Mia Maju­rin.

Mai

In den frü­hen Mor­gen­stun­den lag end­lich das Hengst­foh­len der Rapp­stu­te Dorn­feu­er im Stroh. Nicht lan­ge, denn gan­ze 10 Minu­ten spä­ter stand Dorn­kö­nig wacke­lig auf den Bei­nen und war wenig spä­ter am Euter. Unse­re Zucht­phi­lo­so­phie, Blut zu Blut, wird auch durch die­sen klei­nen Fuchs­hengst bestä­tigt. Vater Le Che­va­lier, die Mut­ter eine Toch­ter des rus­si­schen Halb­blut­hengs­tes Acar­ten­an­go von Pogn­re­mok xx (Linie Rauf­bold xx) und wei­ter im fal­len­den Stamm Modus xx und Blau­bart xx. Dorn­feu­er, aus der Zucht Dirk Bucherts, stammt aus glei­cher Fami­lie wie der amtie­ren­de Bun­des­cham­pi­on der Gelän­de­pfer­de First Sight und ist Voll­schwes­ter des in Russ­land gek­ör­ten Hengs­tes Dan­zig aus glei­cher Zucht. Die star­ke Blut­prä­gung, bei aus­ge­spro­che­nem Tra­keh­ner Typ und ener­gi­scher Vita­li­tät, las­sen schon nach ein paar Stun­den eini­ges erhof­fen. Bei die­ser Gele­gen­heit möch­ten wir Rena zu ihrem gelun­gen Le Che­va­lier-Foh­len, Mut­ter von Vivus-Ravel-Sacro­m­en­to Song xx gra­tu­lie­ren (sie­he unten, Kopf-Bild von Jen­ny Peter­sen). Auch hier das Kon­zept der Blut­kon­zen­tra­ti­on im Pedi­gree, die zum Erfolg wur­de.

Freud und Leid lie­gen aber lei­der sehr oft nahe bei­ein­an­der. Die­ses muss­ten wir jetzt in einem Hor­ror­sze­na­rio erle­ben. Kurz hin­ter­ein­an­der inner­halb einer Woche ver­lo­ren wir prak­tisch eine Stu­te und zwei noch nicht gebo­re­ne Foh­len. Lavi­nia TN von Karo AS und der Lam­ba­da von Mar­duc muss­te hoch­tra­gend von Cama­ro auf Grund einer Gebär­mut­ter­ver­dre­hung nach einer schwe­ren Kolik ein­ge­schlä­fert wer­den.
     Ihre Voll­schwes­ter Staats­prä­mi­en- und Ver­bands­prä­mi­en­stu­te La Bostel­la TN muss­te in einer nächt­li­chen Akti­on eini­ge Tage spä­ter unter Voll­nar­ko­se ein völ­lig ver­dreht gele­ge­nes Foh­len her­aus­ope­riert wer­den. Ein gro­ßer Ver­lust, den wir noch lan­ge spü­ren wer­den.
     Lavi­nia war eine unse­rer bes­ten Vier­bei­ne­rin­nen. In schö­ner Regel­mä­ßig­keit brach­te Sie uns aus­nahms­los Foh­len in Cham­pio­nats­qua­li­tät von den unter­schied­lichs­ten Hengs­ten. Meh­re­re ihrer dort auf der Para­dies­kop­pel in Gra­ditz aus­ge­stell­ten Töch­ter, einst in Gra­ditz Reser­ve­sie­ge­rin der Stut­foh­len, war La Bar­do­li­na TN von Dra­ma­ti­ker im Besitz von Sarah.

Bei die­ser Gele­gen­heit möch­te ich unse­rer Tier­ärz­tin Anna Immich dan­ken. Mit Kom­pe­tenz, Umsicht und Ruhe half sie uns und La Bostel­la in die­sen schwe­ren nächt­li­chen Stun­den, in denen ich auch die­se Stu­te schon ver­lo­ren sah. Heu­te geht es La Bostel­la den Umstän­den nach wie­der gut und wir kön­nen hof­fen, dass sie wei­ter­hin zucht­taug­lich ist.

Mit gro­ßer Freu­de konn­ten wir meh­re­re Tage die präch­ti­ge Ent­wick­lung unse­res ers­ten Le Che­va­lier-Foh­lens aus der Dorn­feu­er in die­sem Jahr beob­ach­ten. La Bar­do­li­na hat­te letz­tes Jahr ein über­ra­gen­des typ­vol­les, gang­star­kes Hengst­foh­len von dem eins­ti­gen Sie­ger­hengst Kup­fer­berg Gold und wir erwar­ten in die­sem Jahr ihr Foh­len von Le Che­va­lier.

Gebo­ren am 21. Mai ist die zwei Tage alte Lay­la die jüngs­te Toch­ter unse­res Le Che­va­lier und der La Bar­do­li­na TN von Dramatiker–Karo As–Marduc. Auf ihrem ers­ten Aus­flug nach drau­ßen zeig­te sie Bewe­gungs­qua­li­tät in höchs­ter Voll­endung. Eine berg­auf­ge­tra­ge­ne Galopp­a­de und ein extrem knie­be­ton­ter Trab, dazu eine Abstam­mung, die für aus­ge­spro­che­ne Dop­pel­ver­an­la­gung steht, las­sen uns den kürz­li­chen Ver­lust ihrer Groß­mutter Lavi­nia TN etwas erträg­li­cher machen. Das Erschei­nungs­bild der klei­nen Stu­te ist, wie auch bei den bis jetzt gebo­re­nen Le Che­va­lier-Foh­len, blut­ge­prägt im posi­ti­ven Sin­ne, hoch­bei­nig, hals­be­tont, mit enor­men Schul­ter­par­tien und Krup­pen­for­ma­tio­nen aus­ge­stat­tet.

Zum Ende des Won­ne­mo­nats fohl­te die Karo AS-Toch­ter Lao­la einen schi­cken klei­nen Hengst von Le Che­va­lier. Lari­mar wird wohl ihr letz­tes Foh­len sein, bevor sie ihre wohl­ver­dien­te Ren­te genie­ßen darf. Es ist bei uns in die­sem Jahr das drit­te Foh­len unse­res Le Che­va­lier und es las­sen sich doch eini­ge Gemein­sam­kei­ten erken­nen. Schö­ne Gesich­ter mit gro­ßen Augen, Lang­bei­nig­keit und ein berg­auf­ge­tra­ge­ner Bewe­gungs­ab­lauf. Züch­te­risch bemer­kens­wert ist die gewoll­te Inzucht auf eine der bes­ten Mar­duc-Töch­ter. Lagu­ne, Staats­prä­mi­en und Ver­bands­prä­mi­en-Stu­te, war Sie­ger­stu­te der Ehren­klas­se der Bun­des­stu­ten­schau in Neustadt/Dosse und ist die Toch­ter der Eli­te­stu­te Laja­na von Mahon.

Juni

Das letz­te Foh­len in die­sem Jahr, Lapis­la­zu­li, ein bra­ver Hengst hat eine ganz beson­de­re Abstam­mung. Der Vater ist der Anglo­ara­ber L‘ Elu de Dun, erfolg­rei­ches Spring­pferd aus Frank­reich, die Mut­ter Lara TN von Elka­di-Mar­duc-Mahon. Lara ist die väter­li­che Halb­schwes­ter unse­res Traum­prinz in Frank­reich. Das Foh­len ist noch etwas schlak­sig auf lan­gen Bei­nen unter­wegs. Vor allem der knie­be­ton­te Trab und die gewal­ti­ge Über­set­zung im Galopp las­sen eine hohe Sport­lich­keit erah­nen.

Das Erfolgs­team: Chris­ti­ne Acht­mann,
Tan­ja Kuhn mit Lama­ra und Ste­pha­nie Her­ken-Wendt (Fotos Peter Rich­te­rich)

Vor kur­zem hat­ten wir die Freu­de zu erle­ben, wie unse­re Stu­te Lama­ra TN von Gold­schmidt und der Lavi­nia von Karo As-Mar­duc die Stu­ten­leis­tungs­prü­fung in Han­no­ver gewin­nen konn­te. Die Note 7,82 berech­tigt sie jetzt zur Ver­bands­prä­mie und da die Mela in Meck­len­burg coro­nabe­dingt in die­sem Jahr nicht statt­fin­det, bekommt sie die Staats­prä­mie sozu­sa­gen per Post zuer­kannt. Wir sind dem Gestüt Majen­fel­d­er­hof, denen ein gro­ßer Anteil die­ses Erfol­ges zusteht, sehr dank­bar. Trai­ne­rin Ste­pha­nie Her­ken-Wendt und Rei­te­rin Tan­ja Kuhn haben die Stu­te auf den Punkt in einem Top-Zustand, sowohl Pfle­ge als auch Beritt, vor­ge­stellt. Bemer­kens­wert ist uns, dass die Stu­te alters­ge­recht nach den klas­si­schen Metho­den der Reit­aus­bil­dung vor­be­rei­tet und auch vor­ge­stellt wur­de, was den Rich­ter Hans Brit­ze zu der Bemer­kung ver­an­lass­te: „Es ist zu beob­ach­ten, dass die Stu­te in sich Ruhe.“. Sie war wirk­lich auch in der frem­den Umge­bung nicht aus der Ruhe zu brin­gen. Lama­ra ist wie­der zu Hau­se und darf jetzt Mut­ter­freu­den ent­ge­gen­se­hen. Wenn alles gut geht, erwar­tet die schö­ne Rapp­stu­te im Febru­ar ein Foh­len des Majen­fel­der Halb­blü­ters Her­zens­bre­cher, den mei­ne Frau und Besit­ze­rin Chris­ti­ne für sie aus­ge­sucht hat.

September – Fohlenschau

Bei wun­der­schö­nem Spät­som­mer­wet­ter wur­den bei uns im Gestüt Ter­ra Nova drei Foh­len unse­res Hengs­tes Le Che­va­lier und deren Müt­ter durch den Vor­sit­zen­den des ZSAA (Zucht­ver­band für Sport­pfer­de ara­bi­scher Abstam­mung) für das Stut­buch Deut­sches Edel­blut­pferd Tra­keh­ner Abstam­mung regis­triert. In gewohnt sou­ve­rä­ner, nach­voll­zieh­ba­rer und pfer­de­ge­rech­ter Art begrün­de­te Herr Al Samar­raie vor coro­nabe­dingt begrenz­tem, fach­lich aber ver­sier­tem Publi­kum, auch das Vor­stands­mit­glied Ste­pha­nie Her­ken-Wendt war aus Hol­stein ange­reist, die Bewer­tun­gen, sowohl der Stu­ten als auch der Foh­len. Wir hat­ten die Freu­de, dass alle Foh­len sich in Prä­mi­en­qua­li­tät prä­sen­tier­ten und auch so bewer­tet wur­den.

Le Che­va­lier drückt den Foh­len sei­nen Stem­pel auf, in Bezug auf Typ, Gebäu­de und Bewe­gung und das aus durch­aus unter­schied­lichs­ten Müt­tern, die ihrer­seits auch schon blut­ge­prägt durch ihre Väter Acar­ten­an­go, Karo As und Dra­ma­ti­ker sind. Herr Al Samar­raie und die 2. Vor­sit­zen­de Frau Hagen lie­ßen sich anschlie­ßend viel Zeit, sodass Gele­gen­heit für aus­gie­bi­ges Fach­sim­peln blieb und das bei gewohnt üppi­gen Gau­men­freu­den, inklu­si­ve eines (oder auch meh­re­ren) Gläs­chen Misch­ki­nes (Bären­fang). Nicht uner­heb­lich für ein Gestüt waren natür­lich die anschlie­ßen­den erfolg­ver­spre­chen­den Ver­kaufs­ge­sprä­che über die bei­den auf­fäl­lig gezeich­ne­ten Hengst­foh­len. Ein Argu­ment der Inter­es­sen­ten war, neben der Qua­li­tät, inter­es­san­ter Wei­se die nicht­all­täg­li­chen Abstam­mun­gen der bei­den Edel­blut­füch­se Tra­keh­ner Abstam­mung (Fotos Jen­ny Peter­sen).

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